Mittwoch, 26. März 2014

Die unterirdische Sonne von Friedrich Ani





Einzelband, ab 16 Jahren
Verlag: cbt
Hardcover, ca. 336 Seiten
ISBN: 978-3-570-16261-3
Preis: 16,99 €

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Klappentext:
Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.

Meine Meinung zum Buch:
Durch den Klappentext wurde ich aufmerksam auf das Buch, denn es klang noch einem super spannenden Jugendthriller mit viel Atmosphäre. Als dann noch die Altersempfehlung von 16 Jahren auftauchte, dachte ich dass ich es hier auch mit viel Gewalt zu tun bekomme und wurde neugierig!
Egal wie ich es jedoch drehe, bin ich von dem Buch doch sehr enttäuscht. Zwar hat der Autor Friedrich Ani die einzelnen Protagonistin sehr realitätsnah gezeichnet, jedoch war es genau deswegen schwierig als Leserin eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.
Jeder der fünf Jugendliche geht anders mit der Gefangennahme um und entwickelt seine eigene Realität. Dadurch schotten sie sich jedoch von "normalen" Menschen, wie mir ab. Ich hatte massive Schwierigkeiten Realität und Spinnerei auseinander zu halten, auch war mir das Schicksal der Jugendlichen teilweise egal.
Ich hatte nach 100 Seiten kaum Lust zum Buch zu greifen und eigentlich wollte ich auch gar nicht wissen, was passiert wenn die Jugendlichen einzeln oder paarweise von den Entführern aus dem Keller nach oben geholt werden. Von Anfang an wurde ein Thema angedeutet, mit dem ich beim Lesen einfach massive Probleme habe. Es war irgendwo mein Fehler, dass dieses Buch überhaupt zu mir gefunden hat denn der Verlag hat das Wort Kindesmissbrauch schon auf der Verlagsseite zum Buch benutzt. Hätte ich das dort ehr entdeckt hätte ich wirklich niemals zu "Die unterirdische Sonne" gegriffen.
Die Andeutungen die so oft in diesem Buch Platz finden sind für mich so grausam, dass ich im Grunde die eigentliche Auflösung nicht erfahren wollte. Denn das würde bedeuten, dass ich auch mit der Tat an sich vorher noch stärker konfrontiert werde. Als ich das erste Mal ein Gefühl bekam, was oberhalb der Treppe wirklich passiert war mir sofort die Altersempfehlung ab 16 Jahren klar, denn das ist ein Buch das ich nicht an meine kleine Schwester (13 Jahre) weitergeben werde. Auch wenn sie beim Lesen ihrem Alter etwas vorraus ist, muss das einfach nicht sein.
Mir hat das Thema und auch das Weiterlesen, nach dem ich das Thema erst begriffen hatte, Bauchschmerzen bereitet. Am Meisten aber hat mich getroffen, dass ich zu den Protagonisten keine Beziehung aufbauen konnte. Dadurch hatte ich mit Ihnen kaum Mitleid und war seltsam teilnahmslos. Ein Zustand, der bei dem Thema Kindesmissbrauch meiner Meinung nach nicht angemessen ist.
Schlussendlich bin ich einfach nur entsetzt über die Fantasie des Autoren und bemängel die Umsetzung und möchte mit dem Buch auch einfach nichts mehr zu tun haben!

Fazit:
Der Autor erzählt in seinem Werk eine grauenvolle Geschichte, in die ich mich nicht einfühlen konnte.


Kommentare:

  1. Schade, dabei klingt der Klappentext so vielversprechend.

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    1. Jep, das hab ich auch gedacht! Allerdings gibts ja auch positive Stimmen zum Buch, vielleicht würde dir es ja doch gefallen. Schnupper doch mal in die Leseprobe rein :)

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
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