Donnerstag, 6. März 2014

[Blogtour mit Gewinnspiel]
Warum sind Serienmörder oft männlich?
















Um näher auf das Thema eingehen zu können, erzähle ich euch erstmal was die Definition eines Serienmörders überhaupt ist, denn bis 1980 haben Statistiken zwischen Serienmördern, Amokläufern und ähnlichem nicht unterschieden. Um jedoch die Frage zu beantworten, warum Serienmörder oft männlich sind, ist ein wenig Hintergrund wissen nötig. Deswegen gibts noch einige Informationen zu dem Thema vorab!

Definition

Massenmörder: Töten während einer Tat mindestens 4 Personen am gleichen Ort. Zu dieser Kategorie zählen auch Amokläufer. Mörder dieser Kategorie suchen sich ihre Opfer meistens nicht gezielt aus!

Serienmörder: Töten mindestens 3 Personen, jedoch an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das schließt jedoch nicht aus, dass der Serienmörder während einer Tat nicht mehrere Personen umbringt. Serienmörder haben oft ein festes Opferschema (zum Beispiel junge Frauen) oder bestimmte Personen im Kopf.

Rauschmörder: Töten mindestens 3 Personen an unterschiedlichen Orten jedoch in kurzen Zeitabständen. Mörder dieser Kategorie suchen sich ihre Opfer meistens nicht gezielt aus!

Der typische Serienmörder

Den typischen Serienmörder gibt es natürlich nicht, jedoch wurden auf Grundlage von Statistiken deutscher Serienmörder zwischen 1945 und 2000 einige gemeinsame Merkmale zusammengefasst.
Bitte beachtet, dass diese natürlich nicht auf jeden Serienmörder zutreffen sondern sich nur auffällig oft wiederholen...
Doch die beschriebene Person in dem Täterprofil wird natürlich nicht sofort zum Serienmörder. Dazu gehören noch weitere Faktoren! So haben fast alle Serienmörder eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung, Sie sind oft verantwortungslos, leiden unter Minderwertigskeitskomplexen und sind emotional labil.
Viele waren als Kind selber Opfer von Missbrauch, emotionaler Kälte und Gewalt und haben diese Ereignisse nie verarbeiten können.

Der Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Serienmörder(innen)

Im Gegensatz zu den Männern, töten Frauen häufig Personen aus ihrer näheren Umgebung. Kinder oder
auch Männer für die sie verantwortlich waren, für die sie sorgen sollten.
Auch das Täterprofil der Frauen unterscheidet sich massiv von den Männern. So sind Frauen oft aus einer intakten Familie und verheiratet bzw dann verwitwet. Sie sind sozial integriert und selten vorbestraft.
Durchschnittlich sind sie bei ihrer ersten Tat 32 Jahre alt und erscheinen deutlich gewiefter. Denn Ermittler brauchen im Durchschnitt 6 1/2 Jahre um ihnen auf die Spur zu kommen. Männer werden schon nach 2 1/2 Jahren erwischt.
Auch die Tatumsetzung unterscheidet sich massiv von den Männern. Männliche Serientäter neigen dazu ihre Opfer zu erwürgen, erschlagen, erdrosseln und erschießen. Frauen hingegen setzen oft Medikamente ein um ihre Opfer zu vergiften. Auch das Ersticken kommt oft vor. Dadurch kann die Tat durch die Serienmörderin länger vertuscht werden.

Warum sind Serienmörder denn nun oft männlich?

Dies liegt im Kern an der Motivlage. Frauen werden zu Serienmörderinnen um Grenzen zu ziehen und zu erhalten. Ihnen geht es oft darum sich selbst zu schützen, beispielsweise vor dem gewaltätigen Ehemann.
Männer hingegen morden um ihre Opfer zu beherrschen oder zu vernichten. Sie überschreiten also gerne Grenzen!
Des Weiteren neigen Männer ehr dazu ihre Aggressionen auszuleben, wohingegen Frauen ehr innerlich vor sich hin brodeln.
Allerdings scheint sich das Blatt langsam zu wenden. Waren vor etwa 15 Jahren noch 15 bis 20 Prozent der Serienmörder weiblich, sind es 2008 schon 25 Prozent gewesen. Dieser Anstieg ist damit zu erklären, dass in den letzten Jahren vermehrt serielle Patiententötungen aufgedeckt wurden. Hierbei liegt der Frauenanteil bei etwa 50 Prozent Auch töten mittlerweile Frauen gehäuft Neugeborene.
Allerdings neigen Frauen ehr dazu, eine einzelne Tat zu begehen, wie zum Beispiel den Tot des neugeborenen Kindes oder dem betrügerischen Ehemann herbeizuführen. Diese Morde tauchen natürlich nicht in den Statistiken für Serienmörder auf.




 Ablaufplan


03.03   Manjas Buchregal
07.03   Schlunzenbuecher

Hier geht es zu meiner Rezension zum Buch: Klick!



Quellenangaben:
Serienmörder von Mareike Potjans
Serien sind eigentlich selten ihr Fall von Hans-Ludwig Kröber
Wer sind Deutschlands Serienmörder? von Malte Arnsperger
Mord steckt in uns von Marco Evers



Gewinnspiel

Um einen der unten aufgezählten Preise zu gewinnen, beantworte bitte zuerst meine Gewinnspielfrage als Kommentar. Danach fülle bitte das Formular am Ende des Beitrages aus!
Die Gewinnspielfrage:

Wenn ihr der Autorin Saskia Berwein eine Frage stellen könntet, welche wäre das?


Der Hauptpreis
Ein Meet & Greet mit Saskia Berwein auf der Leipziger Buchmesse 2014!
Wegen des Termins wird sich Saskia mit dem/der Gewinner/in abstimmen. Der Gewinner darf eine Begleitperson mitbringen.
Bitte beachtet: Eintritts-, Unterkunfts- und Fahrtkosten sind vom Gewinner selbst zu tragen!


2. Preis
Ein Buchpaket Groß, bestehend aus je einem signierten Exemplar von “Herzenskälte”, “Todeszeichen” und “Seelenweh” (erscheint im September 2014).

3. Preis
Ein Buchpaket Klein, bestehend aus je einem signierten Exemplar von “Herzenskälte” und ”Todeszeichen”.

4. Preis
Ein signiertes Exemplar von “Todeszeichen” ODER “Herzenskälte”. Das darf sich die/der Gewinner/in aussuchen.

Die Gewinnspiel-Regeln
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder bei Teilnehmern unter 18 nur mit Einverständnis der/des Erziehungsberechtigten!
  • Der Versand der Bücher erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Keine Barauszahlung möglich!
  • Bei Teilnahme muss eine gültige E-Mail-Adresse angegeben werden. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.
  • Teilnehmen könnt Ihr im Zeitraum vom 03.03. bis einschließlich 07.03.2014, 24:00 Uhr. Die Auslosung findet am 08.03.2014 statt. Die Gewinner werden bei Schlunzenbuecher bekanntgegeben.
  • Ihr könnt insgesamt 5 Lose sammeln. Auf jedem teilnehmenden Blog wird Euch eine Gewinnspielfrage gestellt. Pro richtig beantworteter Frage erhaltet Ihr ein Los.

Die Gewinner

Die Gewinner wurden bereits gezogen und benachrichtigt. 
Eine Übersicht bekommt ihr bei Schlunzenbücher!

Kommentare:

  1. Hallo und guten Morgen,

    neuer Tag und neuer Blog bei dieses interessanten Blogtour. Diese heute Aufstellung und die entsprechenden Fakten dazu..sind wirklich erschreckend oder?

    Die menschliche Seite Ihrer beiden Ermittler hat die Autorin sehr gut beschrieben.

    Meine Frage nun an die Autorin Saskia Berwein:

    Auf welchen Bacisfakten baut sich die polizeiliche Seite/Arbeitsweise auf. Waren Sie bei der Polizei und durften da den Polizisten quasi über die Schulter schauen ?

    Bin gespannt auf die Antwort..LG..Karin..

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    1. Guten Morgen Karin,

      leider war ich - zumindest aktuell - nicht bei der Polizei vor Ort. Wäre sicherlich sehr, sehr spannend, der Kripo direkt über die Schulter zu schauen, es hat bisher leider noch keine Gelegenheit gegeben. Ich habe allerdings Kontakte, die ich mit Fragen bombardieren kann, und es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, Informationen einzuholen. Trotz allem macht man als Autor natürlich Abstriche, denn die Realität lässt sich nicht immer unterhaltungswirksam in eine Story verpacken.

      LG, Saskia

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  2. Guten Morgen!
    Wie entwickelst Du Deine Figuren? Gibt es Menschen, die Dich inspiriert haben/inspirieren?

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Hallo Sabine,

      meine Figuren entwickele ich zu Beginn meist sehr grob, mit den wichtigsten Daten, ein paar wichtigen Punkten im Lebenslauf und einer Vorstellung, was für Charaktere sie sind. Alles andere entwickelt sich dann mit dem plotten neuer Stories oder auch ganz von alleine während dem Schreiben. Sie dürfen ein natürliches Eigenleben führen und ich verlasse mich da ganz auf mein Bauchgefühl.

      Oh, es gibt sicherlich echte Menschen, die mich inspirieren, aber bewusst baue ich niemanden in meine Bücher ein. Zumindest bisher nicht.

      Liebe Grüßse

      Saskia

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  3. Guten Morgen,
    wie bist du darauf gekommen,Krimis zu schreiben? Was liest du privat am liebsten?
    Liebe Grüße
    Ina

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    1. Hallo Ina,

      am liebsten lese ich privat Krimis/Thriller und Fantasy. Meine Leidenschaft im Spannungsbereich (Bücher, Filme, Serien etc.) hat natürlich dazu beigetragen, dass ich irgendwann selbst in das Genre eingetaucht bin. Hinzu kommt noch meine Ausbildung als Justizfachangestellte und die Faszination für das Böse.

      Liebe Grüße

      Saskia

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  4. Hallo und guten Tag Saskia,

    Danke für die schnell und ausführliche Antwort.

    Ja, dass mit der Realität kann durchaus ein Problem sein, denn ich denke da gerade an Opfer von Verkehrsunfällen , die können schon ein grausliger Anblick sein..

    LG..Karin..

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  5. Das Buch ist eher nicht so meins, aber deinen Beitrag hab ich mit Interesse gelesen. Als ich damals "Ich bin kein Serienkiller" gelesen habe, hab ich mir mal die Profile der bekanntesten Serienmörder näher angeschaut. Ganz schön erschreckend...

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  6. Das ist ja eine tolle Aktion und du hast das richtig gut erklärt.

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  7. Hallo erstmal =)
    Ich finde eure Blogtour klasse. Habe mich noch nie mit Serienkillern auseinander gesetzt. Aber die Statistiken sind wirklich sehr interessant und plausibel. Danke für die kurze und prägnante Darstellung. :)
    Mir geistern viele, viele Fragen im Kopf herum. Am meisten interessiert mich jedoch immer wo die Ideen entstehen. :D
    Deshalb: Frau Berwein, wo entstehen Ihre Krimis? Schreiben Sie immer an einem bestimmten Ort oder wechselt das? Woher kommen die Ideen für Ihre Krimis?
    Ich bedanke mich schonmal für die Antwort.
    Ganz liebe Grüße, Verena.

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    1. Liebe Verena,

      normalerweise schreibe ich - ganz langweilig - zu Hause an meinem Schreibtisch oder im Wohnzimmer am Laptop. Hier entstehen also auch die Stories. :-) Die Ideen entstehen bei mir eher unterbewusst und sind dann plötzlich da, aber natürlich gibt es inspirierende Quellen wie Fach- und Unterhaltungsliteratur, Zeitgeschehen etc., aber da picke ich mir eigentlich nie etwas bewusst raus.

      LG, Saskia

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  8. Hallo Saskia :)

    kannst du eigentlich nachts manchmal nicht schlafen, weil du beispielsweise gerade eine sehr spannende oder gruslige Stelle in deinem Buch schreibst oder in anderen Büchern liest? ;)
    ______________

    Hallo Julia :)
    die Informationen über Serienmörder waren sehr interessant - da habe ich wieder mal was dazu gelernt ;)

    Liebe Grüße
    ♥ Tessa

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    1. Liebe Tessa,

      ich muss gestehen, Alpträume von meinen eigenen Stories oder den Geschichten anderer (oder auch Filme o.ä.) habe ich eher sehr, sehr selten ... Wach halten mich meistens eher Probleme, wenn es mal stockt, ich einen Fehler erkannt habe, an einem Detail zu knabbern habe oder ähnliches. Gruseliges verfolgt mich wirklich nur ganz, ganz selten. :-)

      LG, Saskia

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  9. Hallo,

    ich würde folgendes fragen:

    Gibt es ein Thema, über das Du niemals in Deinen Büchern schreiben würdest?

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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    1. Liebe Heidi,

      oh, das ist eine sehr interessante Frage, da ich da noch gar nicht so direkt drüber nachgedacht habe! Hm, schwierig zu sagen. Es gibt definitiv Themen vor denen ich schon einen gewissen Respekt habe - Kindesmissbrauch beispielweise. Ein aktiver Kindermörder wäre ein sehr schwieriges Thema, ich würde die Tat nicht live beschreiben wollen, und auch von der Seite der Ermittler wäre das dann eine sehr düstere Geschichte - dem das "banale" Privatleben gegenüberzustellen, die Probleme der Protas, fände ich sehr schwierig ...

      LG, Saskia

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  10. Wie und ggf. mit wem haben Sie für Ihren Roman recherchiert?

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    1. Liebe Ida,

      es gibt unterschiedliche Quellen, die ich anzapfe: Fachliteratur (bspw. zur praktischen Rechtsmedizin), Gesetzestexte, Internet (mit Vorsicht zu genießen), Besuche vor Ort, Autoren- und Expertenforen, ...

      LG, Saskia

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  11. Woher hast du "die Faszination für das Böse", Saskia? :)

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    1. Liebes Schneeflöckchen,

      das ist eine wirklich gute Frage! Wahrscheinlich bin ich selbst einfach ein kleines bißchen gestört. ;-) Spaß beiseite, ganz ehrlich, eine Erklärung habe ich dafür selbst eigentlich nicht ... Ich denke, sie entstand auch mit dem Lesen. Stephen King ist vielleicht doch nichts für junge Gemüter?

      LG, Saskia

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
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